| Barockes Lebensgefühl mit allen Sinnen erfahren |
|
|
|
Bereits bei der Eröffnungsveranstaltung mit Bgm. Mag. Mathias Stadler, Rektor Dr. Erwin Rauscher, Vizerektor Dr. Norbert Kraker, FI Mag. Marialuise Koch und dem Bundesvorsitzenden der ARGE Erhard Mann wurde durch die diversen Grußworte auf die Barockstadt St. Pölten, die ja in diesem Jahr den 350. Geburtstag ihres großen Barockbaumeisters Jakob Prandtauer feiert, aber auch auf viele Querverbindungen von Literatur, Baukunst, Lebensgefühl, Geschichte und Musik verwiesen. Einmal mehr spürte man aber auch den Puls und die Notwendigkeit von Bundesveranstaltungen in dieser Dimension, die man aus allen Ansprachen heraushören konnte. Im Anschluss an die feierliche Eröffnung begannen sofort die konzentrierten Proben für den Gottesdienst im St. Pöltner Dom am Sonntag. Domkapellmeister Otto Kargl verstand es vortrefflich sowohl durch die Auswahl aber auch durch die Interpretation der Chorwerke den Teilnehmer/innen barocke Klangwelten zu eröffnen. Die wissenschaftlichen Hintergrundinformationen gespickt mit vielen Tonbeispielen dazu lieferte Dr. Manfred Permoser von der Musikuniversität in seinem Eröffnungsreferat. Am späteren Montagnachmittag galt es das Stift Melk mit allen Sinnen zu entdecken: Nach einer Führung durch das Barockstift und herrlichen Orgelklängen in der Stiftskirche durch P. KR Mag. Bruno Brandstetter wurde im Rahmen des Empfanges des Landes NÖ die erste Bundes CD „All together now“ präsentiert. Der neue Leiter der Abteilung I/2 für die Sekundarstufe 1 MR Dr. Helmut Bachmann überbrachte die Grußworte von Fr. BM Dr. Claudia Schmied und betonte in seiner Rede die hervorragende Arbeit an den Musikhauptschulen Österreichs und die hohe musikalische Qualität der nun vorliegenden CD Produktion. Für den bezaubernden musikalischen Rahmen in Form von barocker Tafelmusik sorgte das Ensemble „capella incognita“ unter Markus Hufnagel. Am Dienstag näherten wir uns dem spannenden Thema durch die Vorbereitung eines barocken Festes, wie man es auch mit Schüler/innen gestalten kann, in Stift Herzogenburg in drei großen Gruppen: Die Bundeskongresse sind das Lebenselixier unserer Arbeitsgemeinschaft, woraus sowohl durch die vielfältigen musikalischen und musikpädagogischen Themen als auch durch den regen Gedankenaustausch während des Kongresses, die Musikerzieher/innen für die kommenden Monate neue Kraft und Kreativität schöpfen können. Jeder einzelne Schulstandort, speziell an einer Musik-HS, ist immer wieder im Bereich innovativer Schulentwicklung gefordert, sich kreativ für neue Strömungen und Strukturen zu öffnen. In Form von Bundesländersitzungen, Vorstandssitzungen und Besprechungen der Steuerungs- und Qualitätsicherungsgruppe sowie in einem gemeinsamen großen Plenum wurden die Aktivitäten und Angebote für die kommenden Monate abgeglichen und festgelegt. Den krönenden Abschluss bildete das faszinierende Schlussreferat vom Dirigenten und Musikwissenschafter der Kunstuniversität Graz Dr. Ernest Hoetzl, der sich durch seine Ausführungen und interessanten Musikbeispiele der letzten Jahrzehnte dem Begriff der Authentizität und Aufführungspraxis barocker Musikstücke auf eine ganz besondere Weise näherte. Die Musikerzieher/innen an Österreichischen Musikhauptschulen hoffen mit der Grundlage eines Schultyps, um den uns ganz Europa beneidet, auf eine Weiterentwicklung der stets im öffentlichen Leben als Kulturträger wirkenden Musikhauptschule, ohne dass dabei das Stundenausmaß (in der Regel 5 -6 Wochenstunden Musikerziehung) angetastet wird. Erhard MANN, |



D
