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15. September 2008
50 Schulkinder erleben die Landwirtschaft

- Bewusstseinsbildung für Kinder durch praxisnahen Unterricht
- Aktion mittlerweile fester Bestandteil des NÖ Schulwesens
Das Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel muss vor allem für Kinder früh
geschaffen werden. Das Projekt „Schule am Bauernhof“ gibt Einblick wie
Lebensmittel aus landwirtschaftlicher Produktion entstehen und zeigt wie
Landwirtschaft funktioniert und welchen Beitrag sie für die Gesellschaft leistet.
Am Bauernhof der Familie Rögner in Obersdorf im Bezirk Mistelbach konnten
sich 50 Kinder der Volksschule Wolkersdorf vom praxisnahen Unterricht
überzeugen.
St. Pölten/Obersdorf – „Mist darf riechen, Kühe duften und Milch schmeckt köstlich –
das lernen Kinder am Bauernhof. Schule soll Spaß machen – vor allem wenn sie
nicht in der Schule stattfindet. Das Projekt „Schule am Bauernhof“ ermöglicht Kindern
und Jugendlichen einen Einblick in das Leben und Arbeiten auf einem
landwirtschaftlichen Betrieb. Dabei werden junge Menschen selbst aktiv und lernen
dabei neben dem Umgang mit Tieren auch wie unsere heimischen Lebensmittel
entstehen. Der Bauernhof wird so zum Ort für lebendiges und lebensnahes Lernen -
eine interessante Abwechslung zum normalen Schulalltag“, fasst LK NÖ Präsident
Hermann Schultes die Vorteile der Aktion zusammen. Auch Hermann Helm,
amtsführender Präsident des Landesschulrates für NÖ, zeigt sich begeistert: „Wer
als Kind positive Erfahrungen in und mit der Natur gemacht hat, wird auch als
Erwachsener verantwortungsvoll mit den Schätzen der Natur umgehen. Ich wünsche
mir, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit wahrnehmen,
Niederösterreichs Natur aus erster Hand zu erfahren und zu erleben.“
Praxisnahes Lernen gefragt
Derzeit bieten rund 60 landwirtschaftliche Betriebe in NÖ ein umfangreiches
Programm für Schulen. Die Angebote werden auf die Teilnehmer abgestimmt und
eignen sich besonders für Volksschüler. Die Bäuerinnen und Bauern werden auf die
Besuche der Schulklassen entsprechend geschult und deren Höfe auf
Kindersicherheit überprüft.
Gottfried Rögner, „Schul-Landwirt“ aus Obersdorf, geht es nicht nur darum, die
Vorgänge der Natur anschaulich zu erklären: „Wir hoffen, damit auch Verständnis für
die Landwirtschaft und deren Anliegen zu wecken“.
Über die Aktion „Schule am Bauernhof“
Die Aktion „Schule am Bauernhof“ wurde im Jahr 2000 von der
Landwirtschaftskammer NÖ im Einvernehmen mit dem Landesschulrat für NÖ ins
Leben gerufen. Schulklassen besuchen für einen halben Tag einen
landwirtschaftlichen Betrieb. Dabei dürfen die Kinder selbst aktiv sein und zum
Beispiel beim Füttern, Ausmisten, dem Anbau oder der Ernte von Feldfrüchten
mithelfen. Den Schulen wird damit lebendiges und lebensnahes Lernen vor Ort
ermöglicht. Niederösterreichweit nehmen jährlich ca. 10.000 Schülerinnen und
Schüler bzw. ca. 500 Schulklassen an der Aktion „Schule am Bauernhof“ teil.
Alle Informationen sowie alle Betriebe sind in einer Broschüre zusammengefasst, die
in der Landwirtschaftskammer NÖ unter 02742/259-6202 kostenlos erhältlich ist,
oder im Internet unter www.schuleambauernhof.at nachzulesen. |